Konzept

Freie Privatstädte sind eine Weiterentwicklung von Sonderwirtschaftszonen. Stellen Sie sich vor, ein privates Unternehmen bietet Ihnen die grundlegenden Dienstleistungen eines Staates, den Schutz von Leben, Freiheit und Eigentum, in einem abgegrenzten Gebiet innerhalb eines Gastgeberstaates. Sie zahlen einen festgelegten Jahresbeitrag für diese Leistungen. Die jeweiligen Rechte und Pflichten sind in einer schriftlichen Vereinbarung zwischen Ihnen und dem Stadtbetreiber festgelegt. Abgesehen davon können Sie tun was Sie wollen, solange Sie die Rechte Anderer nicht beeinträchtigen. Somit sind Sie ein gleichberechtigter Vertragspartner mit einer gesicherten Rechtsposition, anstatt den sich ständig ändernden Launen der Politik ausgesetzt zu sein. Außerdem nehmen Sie nur teil, wenn Ihnen das Angebot zusagt. Konflikte mit dem Stadtbetreiber werden vor einem unabhängigen Schiedsgericht verhandelt.

Territorium

Um dieses Projekt umzusetzen, muss eine gewisse Autonomie vorhanden sein. Diese muss keine volle territoriale Souveränität umfassen, aber zumindest das Recht, die inneren Angelegenheiten der Stadt selbst zu regeln. Die Gründung einer Freien Privatstadt erfordert daher zunächst eine Vereinbarung mit einem bestehenden Staat. In ihr räumt der Gastgeberstaat dem Betreiber das Recht ein, eine Freie Privatstadt zu gründen und eigene Regeln innerhalb eines definierten Territoriums, idealerweise mit Zugang zum Meer und vormals unbewohnt, festzulegen. Es gibt bereits gut funktionierende Präzedenzfälle für den Import ausländischer Rechtssysteme, wie die Sonderwirtschaftszonen Dubai International Financial Centre und Abu Dhabi Global Market belegen. Wenn solche Strukturen in einem bisher unterentwickelten oder unbewohnten Gebiet entstehen, wäre dies auch ein Gewinn für den Gastgeberstaat: mehr Arbeitsplätze, mehr Unternehmen, mehr Investitionen, auch in den angrenzenden Gebieten. Besondere Anforderungen des Gastgeberstaates sind verhandelbar, solange das Recht auf Selbstregulierung der inneren Angelegenheiten gewahrt bleibt.

Betreiber

Freie Privatstädte bieten erstklassige Staatsdienstleistungen, die von einem gewinnorientierten Privatunternehmen als Betreiber gewährleistet werden. Für einen jährlichen Beitrag garantiert der Betreiber den Schutz von Leben, Freiheit und Eigentum. Dies umfasst eine grundlegende Infrastruktur, Polizei, Feuerwehr, Notfallrettung, einen rechtlichen Rahmen und eine unabhängige Gerichtsbarkeit, die es den Bewohnern ermöglicht, Konflikte in einem geregelten Verfahren zu lösen. Jeder Bewohner erhält einen schriftlichen "Bürgervertrag", der seine gegenseitigen Rechte und Pflichten unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen des Gastgeberstaates regelt. Solche Angebote müssen attraktiv sein - sonst kommen keine Kunden. Das Gewinnerfordernis sorgt für den Anreiz, mit den Vertragsbürgern gut umzugehen und die vorhandenen Ressourcen sparsam zu nutzen. Freie Privatstädte und ihre jeweiligen Regeln können für unterschiedliche Zielgruppen verschieden sein.